Gründung einer orthodoxen Pfarre in Krems

Priesterweihe und Gründung der christlich-orthodoxen Kirchengemeinde rumänisch-deutscher Sprache in Krems an der Donau.

Im Rahmen der Heiligen Liturgie wurde Diakon Cezar Marksteiner-Ungureanu von Erzbischof Serafim (Joantă), rumänisch-orthodoxer Erzbischof und Metropolit für Deutschland, Zentral- und Nordeuropa, zum Priester geweiht. Cezar Marksteiner-Ungureanu wird ab 2020 die rumänisch-deutsch sprechende christlich-orthodoxe Gemeinde vor Ort begleiten.

Pfarrer Franz Richter begrüßte als Hausherr und freute sich, dass nach 40 Jahren wieder eine Priesterweihe in Krems gefeiert wurde. Priester der Nachbarpfarren, die evangelische Pfarrerin und viele orthodoxe Brüder waren gekommen, um Cezar Marksteiner -Ungureanu bei diesem wichtigen Schritt zu begleiten. Neben den vielen orthodoxen Messbesuchern waren auch Menschen anderer Konfessionen gekommen, um dieses doch sehr seltene Ereignis zu erleben und durch die Gesänge und Riten konnten sie die mystische Stimmung verspüren. Cezar Ungureanu freite sich besonders, dass seine „Doktormutter“ Ingeborg Gabriel mit seinen Kolleginnen von der Universität Wien und Professor Paul Zulehner, der ihm die ersten Schritte in die wissenschaftlich-theologische Welt eröffnet hatte, nach Krems gekommen waren.

Die orthodoxe Gemeinde hat noch keine eigene Kirche und feiert deshalb bis auf weiteres in der Bürgerspitalkirche ihre Gottesdienste.

Fotos: Martin Kalchhauser, NÖN

Fakten:

Laut dem Statistisches Handbuch des Landes Niederösterreich (43. Jahrgang 2019, S. 70) sind die Rumäninnen und Rumänen, ein mehrheitlich christlich-orthodoxes Volk, die größte Zuwanderungsgruppe in Krems an der Donau (rund um 2000 Menschen).

Mehr zur Person von Lic. Theol. Cezar Marksteiner-Ungureanu, MA: https://se-ktf.univie.ac.at/ueber-uns/cezar-marksteiner-ungureanu/    

Mehr zur Rumänischen Orthodoxen Metropolie für Deutschland, Zentral- und Nordeuropa: http://www.mitropolia-ro.de/index.php/de/